Ganz an der Spitze von Kullaberg, 78,5 Meter über dem Meer, steht der Leuchtturm Kullen. Seit 1561 leuchtet hier ein Feuer für die Seefahrt – zuerst ein Holzfeuer in einem Eisenkorb, heute der lichtstärkste Leuchtturm Skandinaviens.
Ein Leuchtfeuer mit über 450 Jahren Geschichte
1560 ordnete der dänische König Friedrich II. Leuchtfeuer in Skagen, auf Anholt und am Kullen an. Im Jahr darauf wurde das erste Feuer auf der Landspitze entzündet, und seitdem hat der Ort sechs verschiedene Türme gehabt. Das Licht kam von Holzfeuern, Talglichtern, offenem Steinkohlefeuer, Rüböl, Petroleum und schließlich von Elektrizität.
Der heutige Turm wurde 1899–1900 aus dem rotgrauen Gneis von Kullaberg errichtet, der aus Ablahamn stammt. Gebaut wurde er von einer Gruppe reisender Leuchtturmbauer aus Skepplanda, die an rund dreißig Leuchttürmen in ganz Schweden mitgebaut haben. Lesen Sie über die Männer, die den Leuchtturm bauten.
Das Licht
Drei rotierende Linsen erster Ordnung, 2,55 Meter im Durchmesser und zusammen fast sechs Tonnen schwer, drehen sich viermal pro Minute. So entsteht alle fünf Sekunden ein weißer Blitz, der bis zu 27,5 Seemeilen weit auf See sichtbar ist, etwa 50 Kilometer. Die Linse dreht sich auch tagsüber – stünde sie still, würde sie wie ein Brennglas wirken.
- Gegründet
- 1561
- Höhe über dem Meer
- 78,5 Meter – der höchstgelegene Leuchtturm Schwedens
- Tragweite
- 27,5 Seemeilen (ca. 50 km)
- Automatisiert
- 1979
- Betreiber
- Schwedische Seefahrtsverwaltung
Der Leuchtturm ist seit 1979 automatisiert und wird von der Schwedischen Seefahrtsverwaltung (Sjöfartsverket) betreut. Für Freizeitboote ist das Licht noch immer eine wichtige Orientierungshilfe, während größere Schiffe mithilfe der DGPS-Station des Leuchtturms navigieren. Alle Fakten und die vollständige Zeitleiste.
Den Leuchtturm Kullen erleben
Der Blick vom Leuchtturm reicht über das Kattegat und die Bucht Skälderviken bis zum Öresund. Die Klippen unterhalb des Leuchtturms gehören zu den besten Orten Schwedens, um Schweinswale zu beobachten.
Das Wasser rund um die Landspitze ist zugleich ein Friedhof: Seit den 1750er-Jahren sind hier mehr als 200 Schiffe gesunken, und mehrere Wracks liegen noch immer auf dem Meeresgrund. Von ihnen und von den Menschen, die vom und mit dem Meer lebten, erzählen unsere Leuchtturmgeschichten.
Öffnungszeiten und Führungen finden Sie bei der Schwedischen Seefahrtsverwaltung (auf Schwedisch). Eine Wegbeschreibung gibt es unter Anreise.
Weitere Quellen
Wenn Sie noch mehr über den Leuchtturm Kullen im Besonderen und über Leuchttürme im Allgemeinen erfahren möchten, finden Sie hier weitere nützliche Quellen im Internet.
